Das waren unsere Aktivitäten 2019

2019 waren wir als Ortsgruppe des BUND mit neuem Schwung und einem gewachsenen Aktivenkreis tätig, u.a.:

  • Beteiligung an mehreren Klimastreiks

  • Beteiligung an der Filmreihe Klima, Kohle & Atom, dazu je ein Infostand

  • Radsternfahrt über Friedberg zur großen Verkehrswende-Demo anlässl. IAA

  • Bildervortrag Faszination Wildbienen

  • Beteiligung an den „Wunder Welt Wiese“-Aktionswochen

  • Infostand beim Vortrag „Plastik in den Weltmeeren“ mit Christian Weigand

  • 4 Kindergruppen mit je 8 Terminen

  • Unterstützung der BUNDjugend

  • Organisation der Jugendfreizeit in Zusammenarbeit mit dem Wetteraukreis

  • Erstellen und Verteilen eines Flyers zu Naturgärten vs. Schottergärten

  • Gespräche mit den Stadtwerken und der Stadt Bad Nauheim 

  • Pflege unserer Streuobstwiese, Fertigung und Anbringen neuer Nistkästen

  • Verschiedene Stellungnahmen

  • Teilnahme an Veranstaltungen gegen das REWE-Logistikzentrum Wölfersheim

Klimastreik 29. November

Noch vor Weihnachten wollen Bundestag und Bundesrat abschließend  über das völlig unzureichende Klimaschutzgesetz entscheiden. An einigen Stellen wirkt dieses Gesetz eher wie ein Klimaschutz-Verhinderungs-Gesetz.

Es darf in der vorliegenden Form nicht beschlossen werden, denn seine Mängel lassen sich danach kaum noch korrigieren.
Der zur Erreichung der Klimaziele zwingend erforderliche Kohleausstieg wird unnötig verzögert und die letzten Kraftwerke sollen noch bis 2038 laufen dürfen.

Der Kohleausstieg muss aber jetzt sofort beginnen und bis 2030 beendet sein, wenn wir den Kampf gegen den Klimawandel nicht verlieren wollen. Aktuell sind weder Deutschland noch ein anderer G20-Staat auf dem in Paris beschlossenen 1,5°-Kurs.

Durch die starre Abstandsregelung für Windkraftanlagen werden der Ausbau der Windkraft und damit die Energiewende insgesamt abgewürgt. Denn wenn bei Siedlungen mit mehr als fünf Häusern ein Mindestabstand von 1 km eingehalten werden muss, können im dicht besiedelten Deutschland kaum noch Windkraftanlagen gebaut werden.
Einige Bundesländer, z.B. Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg wollen deshalb im Bundesrat noch Verbesserungen beim CO2-Preis, der Abstandsregelung oder der Finanzierung erreichen. Wir sollten sie in ihrem Bemühen unterstützen, klimafeindliche Elemente des Gesetzes noch zu korrigieren, bevor sie auf lange Zeit festgeschrieben werden.
Aus diesem Grund ruft der BUND Bad Nauheim/Friedberg mit vielen anderen Organisationen dazu auf, den Internationalen Klimastreik von „Fridays for Future“ am 29. November zu unterstützen. Allein in Deutschland sind über 400 Streiks angekündigt.
In Friedberg beginnt die Demonstration um 12 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz.
Lassen wir die jungen Menschen nicht allein, sondern unterstützen wir sie nach Kräften in ihrem Engagement für das Klima. Bei der letzten Demonstration beteiligten sich in Friedberg über 2000 Menschen, bundesweit waren es 1,4  Millionen. Vielleicht lassen sich die Zahlen ja trotz der ungünstigen Jahreszeit noch steigern? Wir wollen den Politikern im Bundesrat und Bundestag deutlich signalisieren, dass mehr Einsatz für das Klima notwendig ist. Die weltweiten Klimastreiks sind auch als Unterstützung für die in Madrid stattfindende Klimakonferenz gedacht.

Mehr Informationen zu naturnahen Gärten finden Sie im Menü unter

"THEMEN UND PROJEKTE".

 

 

Droht "das Ende der Natur?" - angeregte Diskussion nach Buchvorstellung

 

Rund 50 Bürgerinnen und Bürger kamen zum Vortrag mit der Autorin und Journalistin Susanne Dohrn in den Wilhelm-Jost-Saal Bad Nauheim, die Auszüge aus ihrem aufrüttelnden Buch „Das Ende der Natur“ vortrug und Bilder von ihren umfangreichen Recherchearbeiten zeigte. Eingeladen hatte ein Bündnis von Umwelt- und Naturschutzgruppen, zusammengefasst im Forum für Umwelt- und Naturschutz Bad Nauheim/Friedberg, FUN: BI Waldpark Skiwiese, BUND Bad Nauheim/Friedberg, Bürgerstiftung ein Herz für Bad Nauheim, Gemeinwohl-Ökonomie Gruppe Wetterau, Kinderfarm Jimbala, NABU Bad Nauheim, NABU Friedberg. 

Prägnant konnte Frau Dohrn die Knackpunkte der Naturzerstörung aufzeigen, aber auch Projekte benennen, die dem entgegen zu wirken versuchen. Dass Deutsche vorbildliche Naturschützer seien und die Natur in Deutschland noch in Ordnung sei - mit dieser Schönfärberei räumte Frau Dohrn schnell auf und benannte zahllose Wiesen- und Ackerpflanzen, Insekten und Vögel, die bis vor wenigen Jahrzehnten ganz selbstverständlich zu unserer Landschaft gehörten und heute gefährdet oder verschwunden seien. Je mehr aus Bauern intensiv produzierende Landwirte wurden, desto stärker verödeten artenreiche Wiesen und Weiden zu Intensivgrünland und vielfältige Ackerlandschaften zu industriell bewirtschafteten Monokulturen.

Nach dem Vortrag gab es viele Impulse und Diskussionsbeiträge aus dem Publikum, wobei neben der Landwirtschaft die Gestaltung und Pflege der öffentlichen Grünflächen und Parks sowie der privaten Gärten Schwerpunkte bildeten. Visionen wurden genannt wie „Die Wetterau wird zur Vorzeigeregion für Natur- und Umweltschutz“ oder „Selbstverständlich nur noch Biolandwirtschaft und artenreiche Blumenwiesen“, aber auch „Baustopp zwischen Bad Nauheim und Friedberg“ und „Keine weitere Bodenversiegelung“ oder „Kein REWE-Logistikzentrum in Wölfersheim“ – aber auch konkrete Erfahrungen und Ideen, wie mit einfachen Mitteln die biologische Vielfalt vor der Haustür und auf dem Balkon gefördert werden kann.

Nach der Diskussion zeichneten sich vor allem zwei Ansätze ab, denen sich das Forum widmen könnte: Zum einen die politischen Parteien aufklären und in die Pflicht nehmen, sich dafür einzusetzen, dass die überholten Grünkonzepte der Städte dringend erneuert werden müssen. Dazu wären Entwicklungsleitlinien zu erarbeiten. Zum anderen in den Kitas und Schulen Bewusstsein für Natur und Naturerhalt zu schaffen. Die guten Ansätze, die in der Frauenwald- und Waldorf-Schule gemacht wurden, sollten auf andere Schulen in Bad Nauheim und Friedberg übertragen werden.

Die Rote Pumpe Nieder-Mörlen spendete Streuobst-Apfelsaft und -Apfelwein für den Abend, die Buchhandlung Rühs war mit einem Stand vertreten, um das Buch von Susanne Dohrn zu verkaufen.

Wer die Lesung mit Frau Dohrn verpasst hat, hat am 1. November 19.30 Uhr noch mal Gelegenheit, wenn die Umweltwerkstatt Wetterau zu „Das Ende der Natur" in die Stadthalle Friedberg einlädt.

Das Forum trifft sich wieder am Mittwoch, 21.11. von 20-22 Uhr im Alten Rathaus Bad Nauheim (Raum 3, 1. OG). Interessierte sind willkommen.

Atomkraft - Nein Danke

In großer Betroffenheit über die Ereignisse in Japan und mit dem festen Willen, für die Stilllegung aller Atomkraftwerke einzutreten, haben wir 2011 bis Ostern stets Montags Mahnwachen in Bad Nauheim veranstaltet.

 
"Verstrickt" - das Anspiel zu Atompolitik und BürgerInnen-Engagement

 
Die BesucherInnen der Mahnwache fassen sich an den Händen und fordern "Stop Atomkraft".


Viele Passanten helfen beim "Abbau" der Atomkraftwerke.


Mit unseren Mahnwachen möchten wir unsere Solidarität mit den Menschen bekunden und gleichzeitig zeigen, dass wir nicht bereit sind, das Risiko einer nuklearen Katastrophe noch länger zu tragen.

Weitere Infos unter

www.querstellen-friedberg.de

        



Schluß mit Pestiziden

Aktionsgrafik 'Das Schweigen der Lerche', Quelle: BUND

Pestizide sind entscheidend am Sterben ganzer Bienenvölker beteiligt. Insbesondere die Neonikotinoide schwächen das Immunsystem der Honigproduzenten und machen sie anfällig für den Befall von Milben und Viren. Außerdem verlieren sie ihre Orientierungsfähigkeit, so dass sie nicht mehr zu ihrem Volk zurückfinden. Ein großes Problem – denn als wichtige Bestäuber sichern Bienen 35 Prozent der weltweit produzierten Nahrungsmittel. Auch das Vogelsterben in der Agrarlandschaft wird durch diese Pestizide verursacht, denn auch andere Insekten, die Nahrung vieler Vogelarten, werden getötet.

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